Abtreibungen zu Hause: Hotline bietet wichtige Unterstützung im Post-Roe-Amerika

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Die Aufhebung des Urteils Roe v. Wade hat den Zugang zur Abtreibungsversorgung in den Vereinigten Staaten dramatisch verändert und viele Menschen dazu gedrängt, Abtreibungen zu Hause selbst durchzuführen. Die von medizinischen Fachkräften besetzte Hotline für Fehlgeburten und Abtreibungen (M+A) ist zu einer wichtigen Lebensader für Menschen geworden, die sich in dieser Situation zurechtfinden, und bietet vertrauliche medizinische Unterstützung und Rechtsberatung.

Der Aufstieg der selbstverwalteten Abtreibung

Seit 2022 hat die Zahl der selbst durchgeführten Abtreibungen – mit Pillen, die ohne die direkte Aufsicht eines Arztes erfolgen – zugenommen, parallel zu einem Anstieg der telemedizinischen Abtreibungen, bei denen Medikamente aus der Ferne verschrieben werden. Diese Methoden sind sicher und effektiv, bringen aber auch neue Ängste mit sich, insbesondere in Staaten mit restriktiven Abtreibungsgesetzen.

Bevor Roe fiel, konzentrierten sich die Bedenken auf die Schmerzbehandlung. Anrufer der M+A-Hotline befürchten mittlerweile mehr rechtliche Konsequenzen als körperliche Beschwerden. „Die Angst vor einem Arzt, der weiß, dass er schwanger ist … die Sorge um die rechtliche Sicherheit – diese Angst ist viel weiter verbreitet“, sagt Dr. April Lockley, Hausärztin und medizinische Leiterin der M+A-Hotline.

Eine kritische Infrastruktur

Die M+A-Hotline wurde 2019 eingerichtet, um eine mögliche Erosion des bundesstaatlichen Abtreibungsschutzes zu antizipieren. Heute gehen täglich rund 80 Anrufe und SMS ein und helfen Menschen bei Fragen, die von der Einnahme von Ibuprofen nach der Einnahme von Tabletten bis hin zur Behandlung von Blutungsproblemen reichen. Der Dienst besteht aus über 100 Freiwilligen, darunter Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen, und ist sieben Tage die Woche im Einsatz.

Die Hotline richtet sich nicht nur an diejenigen, die sofortige Hilfe suchen, sondern auch an diejenigen, die sich nicht sicher sind, wie sie vorgehen sollen, darunter Jugendliche, denen es an umfassender Sexualaufklärung mangelt. Dr. Lockley beginnt oft mit der Beurteilung des grundlegenden Verständnisses von Schwangerschaft und reproduktiver Gesundheit.

Der juristische Drahtseilakt

Obwohl selbst durchgeführte Abtreibungen in den meisten Staaten legal sind, bleibt die Kriminalisierung eine Bedrohung. Einige Anrufer befürchten, dass Besuche in der Notaufnahme eine rechtliche Prüfung auslösen könnten, und sogar Gesundheitsdienstleister sehen sich mit Klagen restriktiver Staaten konfrontiert. Die Hotline verweist Anrufer mit rechtlichen Anliegen an die Repro Legal Helpline.

Die M+A-Hotline erhielt im vergangenen Jahr über 14.000 Anrufe, wobei überproportional viele aus dem Südosten kamen, wo die Verbote am strengsten sind. Der Dienst hilft dabei, Menschen mit sicheren Ärzten oder Kliniken für die Nachsorge zu verbinden, einschließlich der Bestätigung erfolgreicher Abbrüche.

„Um zum Schutz und zur Sicherheit der Menschen beizutragen, möchten wir ihnen genaue Informationen geben, damit sie selbst entscheiden können, ob sie dies tun möchten und welche Optionen sie haben“, sagt Dr. Lockley.

Die M+A-Hotline und ähnliche Dienste schließen eine kritische Lücke in der reproduktiven Gesundheitsversorgung, insbesondere da der legale und medizinische Zugang immer enger wird. Der Bedarf an vertraulicher Unterstützung und genauen Informationen bleibt für Personen, die sich in der Post-Roe -Ära mit der Abtreibungsversorgung befassen, von wesentlicher Bedeutung.

Für vertrauliche medizinische Unterstützung rufen Sie die Hotline für Fehlgeburten und Abtreibungen unter (833) 246-2632 an. Für rechtliche Informationen wenden Sie sich an die Repro Legal Helpline unter (844) 868-2812.