Sex ist zwar angenehm, aber nicht ohne Risiken. Eine aktuelle Analyse von Online-Foren bestätigt, dass Verletzungen bei sexuellen Aktivitäten häufiger vorkommen, als vielen bewusst ist – und sie reichen von leichten Verbrennungen durch Reibung bis hin zu schweren Traumata. Hier geht es nicht darum, Unfälle im Schlafzimmer zu sensationslüstern; Es geht darum, ein echtes, oft übersehenes Gesundheitsproblem anzuerkennen.
Die Prävalenz geschlechtsbedingter Verletzungen
Laut Daten von SoloFun sind 38 % der gemeldeten Verletzungen auf Reibung und Hautprobleme zurückzuführen, wie z. B. Scheuern, Teppichverbrennungen oder Risse. Dies deutet darauf hin, dass es sich bei vielen Vorfällen nicht um dramatische Unfälle, sondern um Folgen unzureichender Vorbereitung handelt. Genitaltraumata machen 25 % der Verletzungen aus, wobei Penisfrakturen ein besonderes Problem darstellen, während unfallbedingte Stürze 15 % ausmachen. Darüber hinaus tragen Muskelzerrungen, Gelenkverletzungen und sogar Verätzungen zum Gesamtbild bei.
Verbrennungen durch Reibung: Schmiermittel ist nicht verhandelbar
Reibungsverbrennungen sind die häufigste Verletzung. Die Lösung ist einfach: Gleitmittel verwenden. Entgegen mancher Meinung ist Gleitgel nicht nur für Menschen geeignet, die unter Trockenheit leiden. Es handelt sich um eine vorbeugende Maßnahme für alle Menschen. Die Haut im Genitalbereich ist empfindlich und unbehandelt können sich schnell Infektionen entwickeln. Wenn Sie Reizungen verspüren, hören Sie sofort auf, spülen Sie mit lauwarmem Wasser ab und tragen Sie eine Schutzschicht wie Vaseline oder Zinkoxid auf, bis die Haut abgeheilt ist. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Symptome anhalten oder sich verschlimmern.
Genitaltrauma: Das „Pop“, das Sie nicht hören wollen
Penisfrakturen sind zwar nicht mit Knochen verbunden, können aber auftreten, wenn ein erigierter Penis kräftig gebogen wird. Dies geschieht häufig bei rauer oder intensiver Aktivität, insbesondere in Positionen, in denen der Schwung zu plötzlichen, unkontrollierten Bewegungen führen kann. Stellungen wie Doggystyle und Reverse Cowgirl sind statistisch gesehen riskanter, da es zu heftigen Stößen kommen kann. Wenn Sie ein „Knacken“ hören, gefolgt von sofortigen Schmerzen, Schwellungen und Erektionsverlust, suchen Sie sofort einen Notarzt auf. Versuchen Sie nicht, sich selbst zu behandeln.
Zufällige Stürze: Die Schwerkraft macht keinen Unterschied
Stürze sind für einen erheblichen Teil der Verletzungen verantwortlich und ereignen sich häufig bei abenteuerlichen Positionen in rutschiger Umgebung. In einem Fall experimentierte ein Paar mit Stehpositionen im Badezimmer und stürzte beide, weil eine Spannstange ihr Gewicht nicht tragen konnte. Um Stürzen vorzubeugen, müssen einfache Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden: Bringen Sie an rutschigen Oberflächen Haltegriffe oder eine stabile Bank an und verwenden Sie weiche Polster (Kissen oder Decken) rund um das Bett, um Stöße bei versehentlichem Überrollen zu minimieren.
Jenseits der großen Drei: Weitere zu berücksichtigende Risiken
Auch Muskel- und Gelenkverletzungen (9 % der Fälle) sowie Hodenverletzungen (6 %) kommen vor. Besonders besorgniserregende 4 % der Verletzungen sind Verätzungen, die häufig auf die missbräuchliche Verwendung von Händedesinfektionsmitteln als Gleitmittel zurückzuführen sind. Diese Vorfälle verdeutlichen, wie wichtig gesunder Menschenverstand und Vorsicht im Schlafzimmer sind.
Letztendlich unterscheiden sich sexuelle Verletzungen nicht von denen, die beim Sport oder anderen körperlichen Aktivitäten auftreten. Das Stigma, das sie umgibt, hält Menschen oft davon ab, rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Behandeln Sie diese Verletzungen mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie jedes andere medizinische Anliegen.
