Die jüngste Aufregung um die Ankündigung neuer „A Court of Thorns and Roses“-Bücher von Sarah J. Maas hat eine weitaus wirkungsvollere Enthüllung ihres Auftritts im Podcast „Call Her Daddy“ am 4. März in den Schatten gestellt: eine offene Diskussion über ihre zutiefst traumatischen Erfahrungen mit Schwangerschaft und Geburt. Während die Fans sehnsüchtig auf ACOTAR 6 und 7 warten, wirft Maas‘ Verletzlichkeit ein neues Licht auf ihre schriftstellerischen Entscheidungen, insbesondere auf die kontroverse Darstellung von Feyres Schwangerschaft in A Court of Silver Flames.
Die Realität hinter der Fantasie
Maas beschrieb ihre Schwangerschaften offen als „traumatisch“ und berichtete ausführlich über einen Notkaiserschnitt zwei Wochen nach dem Geburtstermin, bei dem ihr Sohn in Not war, was sie dazu veranlasste, über die für beide beinahe tödlichen Umstände nachzudenken. Dieses klare Eingeständnis kontextualisiert den oft kritisierten Mangel an Entscheidungsfreiheit und Kontrolle im Zusammenhang mit Feyres Schwangerschaft in ihren Romanen. Die persönlichen Kämpfe der Autorin beeinflussten eindeutig ihre narrativen Entscheidungen und spiegelten ihre Weigerung wider, die harte Realität der Geburt zu bereinigen.
Systemversagen und persönliche Probleme
Über die unmittelbare medizinische Krise hinaus berichtete Maas von beunruhigenden Interaktionen mit medizinischem Fachpersonal. Sie wurde von einer Krankenschwester beschämt, weil sie während der Schwangerschaft „nur“ eine bestimmte Menge an Gewicht zugenommen hatte, was zu Essstörungen in ihrer Vorgeschichte führte. Später wurde sie von einem Arzt beschimpft, weil sie zuvor den Anweisungen zum Essen vor einem Notkaiserschnitt gefolgt war, wobei sie auf systemische Fehler und eine abweisende medizinische Behandlung hinwies. Diese Erfahrungen unterstreichen die umfassenderen Probleme der Vernachlässigung von Patienten, der Körperbeschämung und der oft erschreckenden Realität der mütterlichen Fürsorge.
Erholung und Resilienz
Die Folgen waren ebenso brutal. Maas beschrieb einen schlecht durchgeführten Kaiserschnitt, der bleibende körperliche Schäden und eine lange, qualvolle Genesung hinterließ. Dies führte dazu, dass sie vor der Geburt ihres zweiten Kindes erheblich zögerte. Trotz dieser Schwierigkeiten betont sie die Stärke, die sie durch die Mutterschaft gewonnen hat, und behauptet, dass sie dadurch gezwungen wurde, auf eine Weise für sich selbst einzustehen, wie sie es noch nie zuvor getan hatte.
Die Auswirkungen auf ihre Arbeit
Maas gibt an, dass das Schreiben über diese Erfahrungen es ihr ermöglicht habe, sie zu verarbeiten. „Das Schreiben dieses Buches hat es mir ermöglicht, es in gewisser Weise aus meinem System herauszuholen und zu verarbeiten“, sagte sie. Ihre Bereitschaft, solch ein persönliches Trauma zu teilen, hat bei den Zuhörern großen Anklang gefunden, die Wahrnehmung ihrer Arbeit neu definiert und Diskussionen über die rohen, oft übersehenen Aspekte der Mutterschaft ausgelöst.
„Mutterschaft muss nicht beschönigt werden; sie muss nicht etwas sein, das als schwach angesehen wird.“
Letztendlich verdeutlichen Maas‘ Enthüllungen die brutale, oft unausgesprochene Realität von Schwangerschaft und Geburt. Ihre Geschichte erinnert daran, dass selbst in fantastischen Erzählungen persönliche Traumata den kreativen Ausdruck prägen können und dass die Anerkennung solcher Erfahrungen keine Schwäche, sondern Stärke ist.
