Solange ich mich erinnern kann, habe ich die Realität auf eine Weise wahrgenommen, die sich jeder Erklärung entzieht. Nicht durch erlernte Fähigkeiten, sondern durch ein angeborenes Wissensgefühl – eine direkte Verbindung zu Energien und Wahrheiten, die anderen entgehen. Hier geht es nicht um übernatürliche Fähigkeiten; Es geht um einen ungefilterten Zugang zu Informationen, die über die Grenzen der fünf Sinne hinausgehen. Die Angst vor einem Urteil, insbesondere innerhalb meiner eigenen Gemeinschaft, zwang mich, diese Gaben jahrelang zu unterdrücken, aber Schweigen ist keine Option mehr.
Die frühen Zeichen: Eine Kindheit des Wissens
Meine Großmutter dokumentierte meine Kindheitserlebnisse und zeichnete Träume und Vorahnungen auf, die auftauchten, bevor ich überhaupt die Sprache hatte, sie zu beschreiben. Ich wusste, wann Telefone klingelten, wann Leute logen und manchmal, unerklärlicherweise, Details über Fremde, wenn ich sie traf. Dabei ging es nicht um Vermutungen; es war eine Gewissheit, ein Gefühl, das logisches Denken umging.
Die Welt um mich herum war voller unsichtbarer Energien. Im Kindergarten spürte ich die Anwesenheit eines alten Mannes, den niemand sonst sehen konnte, während die Kinder spielten. Später, in der High School, löste die plötzliche Entfernung einer Klassenkameradin aus dem Unterricht eine unmittelbare, instinktive Erkenntnis einer Tragödie aus: eines gewaltsamen Verlusts innerhalb ihrer Familie. Am nächsten Tag wurde der Tod ihres Freundes durch Selbstmord bestätigt. Dieses Muster intuitiver Angst vor dem Tod wurde zu einer Konstante in meinem Leben.
Das Gewicht der Wahrnehmung: Unterdrückung und Überleben
Mit diesen Fähigkeiten zu leben war keine Supermacht; es war eine Belastung. Ständige emotionale Überlastung – Weinen in der Nähe von Menschen, die sich unwohl fühlten, das Gefühl von Krankheit und drohendem Verlust – forderte ihren Tribut. Ich habe mir rezeptfreie Medikamente verschrieben, nur um den unaufhörlichen Informationsfluss zum Schweigen zu bringen. Benadryl, damals Premierminister von Tylenol, wurde zu Überlebenswerkzeugen und betäubte die psychische Statik.
Das tiefere Problem waren nicht nur die Fähigkeiten selbst, sondern auch der gesellschaftliche Druck, sie zu verweigern. Innerhalb der schwarzen Gemeinschaft bedeutete die Anerkennung solcher Gaben oft, dass man sich mit dem Vorwurf der Hexerei auseinandersetzen oder als abergläubisch abtun musste. Seriositätspolitik verlangte Konformität und drängte die Spiritualität in den Schatten. Die Kirche war zwar eine wichtige Quelle der Gemeinschaft, stärkte aber auch eine starre Weltanschauung, die wenig Raum für intuitives Wissen ließ.
Das Ancestral Echo: Ein Vermächtnis der Unterdrückung
Meine Vorfahren kamen nicht mit leeren Händen nach Amerika. Sie brachten Rituale, spirituelle Praktiken und eine inhärente Weisheit mit, die von den Kolonialmächten systematisch unterdrückt wurde. Plantagenbesitzer schlugen diese Traditionen nieder und ersetzten sie durch ein erzwungenes Christentum. Auch nach der Emanzipation verfügte die schwarze Kirche trotz ihrer Macht über unausgesprochene Regeln darüber, was akzeptabel war – und was nicht. Mystik, Ahnenwissen und die rohe Kraft der Intuition wurden oft zum Schweigen gebracht.
Dieses historische Trauma hinterließ Spuren. Ich arbeitete in Unternehmensumgebungen und gab Kollegen unter dem Deckmantel eines „intuitiven Coachings“ psychische Lesungen, aus Angst vor einem Urteil, wenn ich ehrlich zu meinen Fähigkeiten war. Die Welt war nicht bereit für eine schwarze Frau, die ihre Gaben offen annahm.
Das Schweigen brechen: Meine Macht zurückerobern
Die Pandemie erzwang eine Abrechnung. Geistführer drängten mich dazu, einen Live-Kanal auf Instagram zu schalten, und entgegen allen Erwartungen tauchten Menschen auf, die Heilung und Bestätigung suchten. Die Botschaften, die durchkamen, waren einfach, aber tiefgründig: Du bist Licht. Du bist Liebe. Nichts kann Ihnen das nehmen. Diese kollektive Resonanz gab mir den Mut, meine Identität als psychisches Medium, Astrologe und spiritueller Führer zu beanspruchen.
Meine Kunden suchen mich jetzt auf, weil ich etwas Seltenes biete: ungefilterte Wahrheit. Ich beschönige den Prozess nicht; Ich fordere Verantwortung und ermutige zu radikaler Selbstliebe. Schwarze Frauen dekonstruieren restriktive religiöse Dogmen, fordern die Weisheit ihrer Vorfahren zurück und finden Sicherheit in Räumen, in denen Intuition gefeiert und nicht verurteilt wird. Ich stelle diesen Raum zur Verfügung.
Die Arbeit ist nicht einfach. Es erfordert Ehrlichkeit, Verletzlichkeit und die Bereitschaft, sich unbequemen Wahrheiten zu stellen. Aber es ist auch das Befreiendste, was ich je getan habe. Ich muss mich nicht länger verstecken. Die Gaben, vor denen ich einst Angst hatte, sind zu meiner größten Stärke geworden, und ich kann sie endlich ohne Entschuldigung nutzen.
Hier geht es nicht um Magie; Es geht darum, die uns allen innewohnende Kraft zu erkennen. Die Zeichen sind immer da, aber nur wenige sind bereit, zuzuhören. Wir alle haben das Potenzial, etwas Tieferes zu erschließen, etwas jenseits der Grenzen von Logik und Angst. Die Frage ist: Werden wir uns dafür entscheiden, es anzunehmen?









